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Der TrAuMoGo lockt

Außergewöhnlich: Motorsägen-Gottesdienst im Auetal lockt sogar zwei Fernsehsender an (Video + Galerie in SZLZ )

Diesmal lockte der "TrAuMoGo"-Gottesdienst auf Gut Ölbergen mit einer besonders ausgefallenen Aktion. Das neu gegründete Motorsägen-Ensemble „Die Holzböcke vom Pfarrwald“ musizierte im Auetal und lockte damit den NDR und RTL Nord an.

POGGENHAGEN. Der „TrAuMoGo“ auf dem Gut Ölbergen ist immer etwas Besonderes. Dafür sorgt Pastor Robert Dierking mit seinen tollen Ideen. Diesmal lockte er mit einer ganz besonders ausgefallenen Aktion. Er hatte vor einigen Wochen das Motorsägen-Ensemble „Die Holzböcke vom Pfarrwald“ gegründet und mit Spannung wurde erwartet, wie die zehn Männer und eine Frau mit ihren Motorsägen musizieren würden.

Das besondere Musikensemble hatte auch zwei Fernsehsender ins Auetal gelockt. NDR berichtet bereits am Donnerstagabend um 19.30 Uhr in Hallo Niedersachsen und RTL Nord will seinen Beitrag am Freitag um 18 Uhr ausstrahlen.

Viele Auetaler waren mit ihren Treckern, Autos, Motorrädern, Fahrrädern oder zu Fuß zum Gut Ölbergen gekommen, die Stimmung war locker. Sogar Picknickdecken wurden ausgebreitet.

Bekloppte Zeiten brauchen bekloppte Ideen

Pastor Dierking begrüßte alle von den Stufen des Herrenhauses aus. „Wir feiern heute ungewöhnlich und herzlich“, so Dierking, der zum Beginn kleine „Preise“ verteilte. Für eine Frau, die aus Weilheim kam und damit die weiteste Anreise hatte gab es ein Fläschen alkoholfreies Bier, für den Fahrer des ältesten Treckers und für das schnellste Auto – einen 45 km/h-Elektroshopper.

„Die Corona-Zeiten sind bekloppte Zeiten und gerade diesen muss man etwas Beklopptes entgegen setzen“, sagte Dierking, zog seinen Talar aus und wurde zum Waldarbeiter. Unter der Regie von Popkantor Marko Knichalla und der Rock-Kantor-Band mit Musikern aus der Region, dröhnte dann „Highway to Hell“ durch den Gutshof. Die Motorsägen unterstrichen den Rhythmus – ein einmaliges Erlebnis, das mit viel Beifall quittiert wurde.

„Das ist nicht gerade der Klassiker der Kirchenmusik, aber ja, man kann das machen, denn derzeit ist es für viele Menschen die Hölle auf Erden und wir singen das Lied mit einem gewissen Witz über das Leben“, so der Pastor.

Motorsägen stehen im Mittelpunkt

Die Sägen standen dann auch im Mittelpunkt seiner kurzen Predigt über Ruhe, Erdverbundenheit und Leute, mit denen man an einem Strang ziehen sollte. Traditionell wurde schließlich das Kyrie gehupt und mit „Eye of the tiger“ brachten Motorsägen-Ensemble und Band ihren zweiten Hit zum Besten. Zum Abschluss gab es noch eine Zugabe, bevor alle fröhlich gestimmt den Gutshof verließen.

„Das war eine wirklich tolle Gaudi. Das hat riesigen Spaß gemacht“, freute sich Dierking.

Quelle: SZLZ vom 27.05.2022, Kerstin Lange