Alles über Taufen...
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Unterlagen für die heilige Taufe
Die Taufe als ein Zeichen von Gottes Gegenwart feiern wir schon bei kleinen Kindern.
Im Auetal feiern wir die heilige Taufe entweder in einem „normalen“ Gottesdienst mit einer Pastorin oder einem Pastor, oder an unseren sogenannten „Taufsamstagen“.
Mitzubringen zur Anmeldung:
Eine Kopie der Geburtsurkunde sowie falls vorhanden und gewünscht: Den Vordruck aus dem Stammbuch für die Eintragung der Taufe
Wissen, ob Sie selber das Taufbecken schmücken wollen (kleiner Kranz binden) oder ob das die Küsterin machen soll.
Patenschein der Paten, falls sie nicht zur Kirchengemeinde im Auetal gehören
Falls Ihr Kind nicht von hier ist: Erlaubnis der Heimatgemeinde zur Taufe.
Den Termin zum Taufgespräch vereinbaren Sie nach der Anmeldung mit dem Pastor.
Den Taufspruch
Bitte lesen Sie in der Bibel immer den Kontext des Taufspruches durch. Manchmal kann er aus dem Kontext gerissen sein. Eine digitale Hilfe finden Sie unter
den direktem Link zum Taufspruch: hier klicken
Liederwünsche
Für die Gestaltung des Gottesdienstes dürfen Sie sich gerne Lieder wünschen
Häufig gestellt Fragen zur Taufe:
In welchem Alter sollte ein Kind getauft werden?
Meistens werden die Kinder im ersten Lebensjahr getauft. Aber auch eine spätere Taufe ist möglich, wenn das Kind schon bewusst wahrnimmt, was geschieht.
Was spricht für eine Kindertaufe?
Die Geburt eines Kindes ist ein Geschenk Gottes. Eltern antworten darauf, indem sie ihr Kind taufen lassen. Gott spricht in der Taufe den kleinen Kindern seine Liebe zu, unabhängig davon, wie sie sich verhalten. Eltern und Paten haben dann die Aufgabe, stellvertretend für die Kinder den Glauben zu bezeugen und den Kindern von ihrem christlichen Glauben, aber auch von ihren Zweifeln zu erzählen. Später in der Konfirmation bekräftigen die Jugendlichen selbst ihr Ja zum Glauben an Jesus Christus.
Muss mein Kind konfirmiert werden oder reicht die Taufe?
Zur Kirchenmitgliedschaft reicht zwar die Taufe. Aber zusammen mit vielen Freunden in der Konfirmationsgruppe den christlichen Glauben verstehen zu lernen, ist bereichernd und wunderschön. Wer dann das Patenamt übernehmen will, muss aber in der Regel konfirmiert sein.
Kann mein Kind zum Konfirmandenunterricht gehen ohne getauft zu sein?
Ja, wenn es dann möchte, taufen wir es innnerhalb der Konfizeit und dann bestätigt es mit der Konfirmation noch einmal seine Taufe.
Kann ich mein Kind gegen den Willen des anderen Elternteils taufen lassen?
Gegen den Willen entweder des Vaters oder der Mutter ist die Taufe des Kindes nur möglich, wenn dieser Elternteil nicht das Sorgerecht inne hat. Ist die Ehe z.B. geschieden, liegt das Sorgerecht aber gemeinsam bei Vater und Mutter, setzt die Ausgestaltung der gemeinsamen elterlichen Sorge Einvernehmen voraus in Angelegenheiten, die für das Kind von erheblicher Bedeutung sind. Dazu gehört auch die Taufe. Können sich die Eltern nicht einigen, kann (schlimmstenfalls) das Familiengericht angerufen werden.
Eltern können sich aber zuvor auch allein oder besser noch gemeinsam an eine Erziehungs- und Familienberatungstelle wenden.
Was bedeutet die Taufe?
Die Taufe ist in erster Linie die Zusage der Liebe und des Segens Gottes. Mit dem Akt der Taufe wird der Täufling in die Gemeinschaft der Christinnen und Christen aufgenommen.
Muss ich mich erneut taufen lassen wenn ich die Konfession wechsle oder wieder eintrete?
Die Taufe ist im Verständnis aller christlichen Kirchen etwas Einmaliges und kann daher nicht wiederholt werden. Bei einem Wiedereintritt in die ev. Kirche oder bei einem Übertritt in die röm.-kath. Kirche wird nicht noch einmal getauft. Bei einem Übertritt in eine orthodoxe Kirche wird allerdings die Salbung nachgeholt. Beim Übertritt zu einer sog. orientalisch orthodoxen Kirche (Syrisch-Orthodox, Armenisch-Apostolisch, Koptisch-Orthodox, Äthiopisch-Orthodox) gibt es unterschiedliche Praktiken.
Wer sorgt für den Schmuck der Kirche?
Oft sind die Kirchen mit Blumen geschmückt. Wenn Sie besonderen Schmuck wünschen, sprechen Sie mit uns, eigentlich kriegen wir das immer hin.
Dürfen wir während des Gottesdienstes fotografieren oder filmen?
Ja, wir bitten darum, dass eine Person das Filmen oder Fotografieren übernimmt, um unnötige Unruhe zu vermeiden.
Wie soll der Täufling während der Taufe gekleidet sein?
So bequem und dabei so festlich wie möglich. In vielen Familien gibt es Taufkleider, die von Generation zu Generation weitergegeben werden.
Das ist eine schöne Tradition.
nach.
Was kostet die Taufe?
Grundsätzlich ist die Taufe für die Kinder von Kirchenmitgliedern kostenlos. Nur wenn Sie besonderen Blumenschmuck oder besondere musikalische Einlagen wünschen entstehen Ihnen Kosten.
Wer kann Pate oder Patin werden?
Alle getauften Christinnen und Christen, die einer christlichen Kirche angehören. Wenigstens ein Pate oder eine Patin muss Mitglied einer evangelischen Kirche sein, die der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) angehört. Nichtkonfirmierten evangelischen Personen kann die Pastorin oder der Pastor das Patenrecht zusprechen. Wer allerdings aus der Kirche ausgetreten ist, hat damit das Recht aufgegeben, Taufpate sein zu können.
Kann ich jemanden vom Patenamt entbinden?
Im Gegensatz zur möglichen Entbindung vom Patenamt auf eigenen Wunsch ist eine Streichung gegen den Willen des Paten oder der Patin nicht möglich. Suchen Sie das Gespräch mit dem Paten oder Patin, um den meist hinter dem Wunsch stehenden Konflikt gemeinsam zu klären. Sie können den Pastor oder die Pastorin zu einem klärenden Gespräch dazu hinzuziehen.
Wann endet das Patenamt?
In der evangelischen Kirche formal nach der Konfirmation. In der katholischen Kirche endet die Patenschaft nicht.
Gibt es eine ökumenische Taufe?
Nein. Da die Taufe zugleich die Aufnahme in eine konkrete Gemeinschaft ist, erfolgt sie immer innerhalb einer Konfession.
Wir möchten unser Kind taufen lassen. Können wir gleichzeitig kirchlich heiraten?
Das können Sie. Von vielen Pfarrerinnen und Pfarrern wird ein solcher Gottesdienst "Traufe" (Taufe und Trauung in einem Gottesdienst) genannt.
Ist eine Segnung statt einer Taufe möglich?
Manchmal wollen Eltern den Kindern die freie Entscheidung zur Taufe selbst überlassen. Das kleine Kind wird dann in einer gottesdienstlichen Handlung gesegnet. Bitte bedenken Sie dabei: Trotzdem ersetzt die Segnung nicht das Sakrament der Taufe und begründet nicht die Kirchenmitgliedschaft.
Was ist ein Sakrament?
In der evangelischen Kirche gibt es zwei Sakramente: Taufe und Abendmahl. Beide wurden von Jesus selbst eingesetzt. In einer menschlichen Handlung wird die göttliche Dimension unseres Lebens sichtbar. Alltägliches Wasser wird durch die Verheißung Gottes in der Taufhandlung zu einem göttlichen Segen.


